Disziplinen

Richtig bekannt wurde der Rettungssport in Deutschland erst durch die Fernsehserie ,,Baywatch". Es machte die Sportart in der breiten Öffentlichkeit bekannt und sorgte für einen positiven Imagewandel der ehrenamtlichen Rettungsschwimmer.

Rettungssport bedeutet aber neben allem Spaß, den die Sportart bietet, auch ein Erprobungsfeld für den Ernstfall. Und so mancher Jugendlicher wurde durch den Rettungssport an die humanitären Ziele der Organisation heran geführt und konnte auch für den Einsatz als Wachgänger begeistert werden.

Die Jüngsten (bis 12 Jahre) müssen zum Beispiel 50 Meter Freistil (d.h. Brust oder Kraul) schwimmen; dabei befindet sich in der Mitte der Bahn ein Hindernis (ca.1m tief) unter dem sie durch getaucht werden muß. Zusätzlich müssen noch 50m Brustschwimmen und 50m Rückenschwimmen absolviert werden. Je älter die Teilnehmer sind, desto schwieriger sind die Disziplinen, z.B. werden die Strecken länger oder man muß eine Puppe schleppen.

Die Schwimmer können aber auch zu viert in einer Mannschaft starten. Dann muß zum Beispiel (wie bei einer realen Rettung) ein Schwimmer mit einem Gurtretter ein vemeintliches Opfer retten.

Ab der Jugend (13 Jahre und älter) müssen Wettkampfteilnehmer zusätzlich zu den Schwimmdisziplinen an der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) teilnehmen: Eine an einem Computer angeschlossene Puppe muß durch Herzdruckmassage und Beatmung wieder zum "Leben" gebracht werden. Diese Übung ist deswegen so wichtig, weil Erste Hilfe und Wiederbelebung von Menschen genau zu den Anforderungen an einen Rettungsschwimmer gehört wie das Schwimmen und die Rettung aus dem Wasser.